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Chronik

 

Der eigentliche Beginn des Polizeisportes und der Polizeisportvereine liegt in den Jahren 1918 / 1919, nach dem ersten Weltkrieg. Es waren die physischen und psychischen Anforderungen an einen Polizeibeamten, welche dazu führten, dass die Körperschulung als notwendiges Erfordernis für eine ordnungsgemäße Dienstdurchführung intensiv betrieben wurde.

16. August 1920
Gründung des " Polizeisportvereins Chemnitz " durch 37 Polizeibedienstete des Polizeipräsidiums Chemnitz.

Zu den ersten Sportarten zählten Handball- und Fußball. Die Handballabteilung gilt in Mittelsachsen als Pionier dieser Sportart. Gemeinsam mit dem TV. Flöha wurde 1921 das Handballspiel eingeführt.

März 1923
Die Abteilung Handball wird Bezirksmeister
Fußball war noch keinem Verband angeschlossen, trug aber schon eine Reihe von Gesellschaftsspielen aus.
Zur Tradition entwickelten sich dabei die Spiele gegen Hilbersdorf.

März 1924
Gründung der Schwimmabteilung im Polizeisportverein.

26. März 1925
Genehmigung zum Bau des Polizeibades.

20. April 1925
Beginn der Arbeiten zum Bau des Zeißigwaldbades durch die Mitglieder des PSV gemeinsam mit der Polizei.
Die Handballabteilung schließt sich dem V.M.B.V. an die Abteilung Fußball erkämpft den Aufstieg in die erste Klasse.
Bis 1928 wurde durchgängig die Meisterschaft errungen.

1925
Eintragung in das Amtsgericht Chemnitz, Nr. 417 des Vereinsregisters.

12. Juli 1927
Einweihung des Polizeibades im Zeißigwald.

01. Oktober 1927
Gründung einer Kleinkaliberschießabteilung im Polizeisportverein mit dem Verbandsnamen "S.K.V. Chemnitz IV". Als Sportstätte wurde der Kleinkaliberschießstand im Polizeigebäude durch das Polizeipräsidium zur Verfügung gestellt.

18. März 1928
1. Vereinsmeisterschaft im KK-Schießen.

1928
Auszug aus dem Jahresbericht: " Die Jugend zu kräftigen, gesunden Sportsleuten zu erziehen ist Dienst am Vaterland. Deshalb treiben wir als einer der größten Chemnitzer Sportvereine Jugendpflege". Die Jugendabteilungen des PSV gehören in Chemnitz zu den Besten und Leistungsstärksten. Abteilungen im Verein werden nur dann gegründet, wenn "Beamtenmitglieder" zur Abteilung gehören.

Gau erzwingt Loslösung der 1. Handballmannschaft Männer und deren Übertritt ins Tumerlager.(Ursache ist Fehde zwischen Sportbehörde des DSB und des D.T.).Das bedeutete, daß sowohl im Deutschen Tumerbund (DT) als auch beim Deutschen Sportbund (DSB) Mannschaften Handball spielten. Im Verein bedeutete das, daß unter dem Namen "Polizei-Turnverein" als auch unter "Polizeisportverein" gespielt wunde, der Polizeiturnverein allerdings für die Staffeln im Wettkampfbereich Handball zugelassen war.

Leichtathletik ist stärkste Sektion im Raum Chemnitz. Dokumentiert wurde das bei einer Vielzahl verbandsoffener Wettkämpfe sowie bei den erreichten Ergebnissen zur Gaumeisterschaft.

Die Sektion Radfahrsport führte ihre Mitglieder zu Wanderfahrten nach Frankreich, der Schweiz und verschiedene Gegenden in Deutschland, einige Sportfreunde erhielten das Bundesdiplom für Wanderfahrten über 1.000 km. Die Rennfahr-Abteilung konnte mit ihrem Anschluß an die Veear die Durchführung zahlreicher Vereinsrennen gewährleisten. Zum 2. Mal konnte der Titel im 1 00-km-Mannschaftszeitfahren für Polizeibeamte errungen werden. Dem Spfrd Otto-Ernst Schulz gelangen in auswärtigen Rennen trotz starker Gegnerschaft beachtliche Plätze

Der Polizeisportverein Chemnitz ist der zweitgrößte Verein Mittelsachsens.

Die Jiu-Jitsu-Abteilung erfährt Verstärkung durch die Zugänge des Deutschen Polizeimeisters Schumann und des sächsischen Polizeimeisters Peine und trägt damit zum Aufschwung dieser Sportart bei.

Ernst Gerling wird in der Leichtathletik Deutscher Meister über 100 in und im gleichen Jahr internationaler französischer und englischer Meister. Ebenfalls hervorzuheben sind die Sportfreunde Hartmann und Dieling im Lauf, Berthold im Wurf, Palmer im Sprint und Sprung sowie die Sportfreunde Kirsch und Brandt. Die Leichtathletik rückt in Mitteldeutschland immer mehr in den Vordergrund.

Die Abteilung Kleinkaliberschießen dominiert im Bezirk; erringt u.a. auch 6 silberne Verbandsehrennadel.

Auch in der Geselligkeit steht der PSV an der Spitze der Chemnitzer Vereine. Die Abteilung der "Fidelen Sachsen" mit Ihren Auftritten und Unterhaltungen zu den verschiedensten Vereinsanläßen, die Theatergruppe "Mignon" sowie der Musikzirkel trugen wesentlich zur Gesamtgeselligkeit des Vereins bei.

Die Sektion Fußball erfährt durch den Zugang von Erwin Helmehen eine wesentliche Verstärkung. Die Stammformation der Elf aus der Saison 28/29 :

Siebert / Brucke
Heinitz
Lieberwirth,R
Heinicke Kletzsch Lommatzsch

A. Schneider Boch Hehnchen
Bernhardt Sauermann

Boxen wird als Kampfsport/Wettkampfsport zurückgezogen, da die Wettkämpfe ausarteten und durch der Polizei nicht wohlgesinnten Kreise in vielen Anpöbeleien endeten.

Schwimmen entwickelte sich erfolgreich. Die Abteilung nahm an vielen Wettkämpfen teil, organisierte aber auch für alle Vereinsmitglieder eine Reihe von Veranstaltungen, wie z.B. ein Nachtschwimmfest am 27.7. Darüber hinaus wirkte die Sektion aktiv auf dem Gebiet der Lebensrettung. Durch den Polizeisportverein werden 4.200.-RM für den Ausbau des Polizeibades Zeißigwaldes speziell für Anschaffung einer elektrischen Pumpe zu Betreibung der Brunnenanlage, der kostenpflichtigen Stromzuleitung von der Heideschänke sowie der Neuanschaffung von 26 Umkleidekabinen aus Vereinsmitteln zur Verfügung gestellt.

Im Skilauf werden bei Langläufen, Abfahrts- und Sprungläufen schöne Erfolge errungen. Allerdings fielen die Vereinsmeisterschaften auf Grund der schlechten Schneelage aus.

Die Mannschaft der Kleinkaliberschützen wird Bezirksmeister. Chemnitz und damit der Verein sowie die Abteilung der Schützen werden Ausrichter der Sächsischen sowie der Deutschen Polizeimeisterschaft. Trotzdem wird in diesem Jahr dem Verein aus sicherheitspolizeilichen Gründen das Schießen auf der Polizeianlage durch das Innenministerium vorübergehend verboten.

Handball um die Gaumeisterschaft des Turngaus "Chemnitzer Industriegebiete" zwischen : 15. Dezember 1929 Entscheidungsspiel

In der Akademischen sowie in der Ärtzte-Gruppe wird vorwiegend freudbetonter Gesundheitssport betrieben.

Die Jugend des Vereins tritt bei allen Veranstaltungen des Gaus Mittelsachsens sehr erfolgreich auf Darüber hinaus organisierte und veranstaltete sie eine Reihe von Werbeabende und Sportfeste.

Auf Antrag des Gesamtvorstandes wird die Erweiterung des Vorstandes um je einen Beamten der Bereitschaft der Polizei beschlossen.

Polizeiturnverein-Tv. Chemnitz - Gablenz

1930

Als düstere Tage im Vereinsjubiläum gelten: - die Wegnahme des durch den Verein ausgebauten und 10 Jahre mitbenutzten Sportplatzes sowie - einschneidende Maßnahmen zur Nutzung des Polizeibades im Zeißigwald. d.h., die Unterstützung durch das Innenministerium und z.T. durch das Polizeipräsidium werden nicht mehr so spürbar. Wörtliche Aussage : ?. S.V.er ! Hindernisse sind dazu da, um überwunden zu werden. Es wird die Zeit kommen, wo man erkennen wird, welchen Wert gerade die Polizeisportvereine für den Staat und die Behörden haben, sei es als Pflegestätte der Gesundheit der Beamten, sei es als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Polizei.

Fußball erkämpft sich die Mitteldeutsche Meisterschaft. Weggel und Mädler verstärken die Mannschaft; Lieberwirth kehrt aus Amerika zurück. In der Gau-Elf wird der PSV durch Helmehen, Boch, Schneider, Reichert und Lieberwirth erfolgreich

vertreten.

Im Polizeisportverein beginnt die Dominanz der Abteilung Fußball im Wettkampfsport. Lediglich Leichtathletik, mit Abstrichen Handball und Schwimmen werden auf Gau- bzw. Landesebene im aktiven Wettkampfsport noch tätig. Die Arbeit aller anderen Sportarten bewegt sich im Vereinssport bei der Organisation von Veranstaltungen, Vergleichen und Sportfesten

In der Leichtathletik wird Hartmann Mitteldeutscher Meister über 5000 und 10000 m. Dr. Kirsch und Schaaf belegen hervorragende Plätze. Neben Hartmann rücken Dieling, Modes und Brand zur Mitteldeutschen Klasse im Mittel- und

Langstreckenlauf auf F. Sawahn verstärkt den Laufbereich.

Boxen erstarkt auch wieder und nimmt an Wettkämpfen teil. Der Bantamgewichtler Hähle wird Vizemeister des Gaues.

Die Schwimmer beklagen die "Ungnade" des Wettergottes, der nur eine geringe Anzahl von Wettkämpfen im Zeißigwaldbad ermöglicht.

Im Gegensatz dazu die Ski-Abteilung, die im Winterhalbjahr 29 / 30 sogar an internationalen Wettbewerben teilnahm und erfolgreich war. Zum internationalen Sprunglauf am Aschberg in Klingenthal belegte der Sportsfreund Körner den 2. Platz in der Klasse 11 und Liebold wurde 2. in der Klasse 1 beim Skilanglauf.

Im Reitsport beteiligt sich die Abteilung an Turnieren, Geländeritten und Jagdspringen. 13 Beamte in Paradeuniforin nahmen an der Dressurprüfung Klasse L um den "Preis vom Zeißigwald" mit Erfolg teil.

Die Wander- und Klettersportfreunde waren auf Tour in den Greifensteinen, den Oetztaler Alpen und im Eiländer Felsgebiet.

08. Oktober 1930
Die ausgesprochene Sperre des Polizeischießstandes für den PSV wird zurückgenommen.

06. November 1930
Neugründung der Sektion Schach und bis Jahresende erste Wettkämpfe. Auch die Abteilungen der "Schiedsrichter", "Esperanto", "Geselligkeit", "Mignon" und "Musik" sowie Handball und Jiu-Jitsu konnten positive Entwicklungen vermelden.

1931
Leichtathletik bestätigt eine gute Entwicklung.

Entgegen den Vorjahren konnte die positive Entwicklung des Breitensport nicht fortgesetzt werden. Politische Ereignisse und damit verbundene zahlreiche Demonstrationen und sonstige Veranstaltungen stellten besonders an die Polizeibediensteten hohe Anforderungen und verhinderten oftmals deren Teilnahme am Training und Wettkampf Boxen wird erneut zurückgezogen. Der Grund dafür ist diesmal der, daß es unter den Beamtemnitgliedem im Verein kein Interesse mehr gibt.

Handball, Schwimmen, Kleinkaliberschießen erzielen einige schöne Erfolge.

Die Radsportler des Vereins erkämpfen sich bei der in Chemnitz ausgetragenen Deutschen Polizeimeisterschaft den Titel "Deutscher Polizeimeister im Mannschaftsfahren"

Vom 01.04. - 31.12.31 erfolgt die Pacht der Spielfläche der Radrennbahn zu einem Preis von 3.000.- RM. Deshalb werden Verhandlungen mit der Stadt zum Gelände am Straßenbahndepot für einen Neubau aufgenommen.

Der Kassenbestand des Vereins ist niedriger als im Vojahr. Ursachen dafür sind : - herabgesetzter Mitgliedsbeitrag für Polizeibeamte - erhöhter Aufwand für das Polizeibad - beträchtlicher Zuschuß für die monatlichen Vereinsmitteilungen - Verlust des polizeieigenen Sportplatzes - stark verminderte Spieleinnahmen infolge der allgemeinen Erwerbslosigkeit und den ungünstigen Witterungsverhältnissen bei den Fußball Weggel, Boch, Lieberwirth,R., Reicherdt, Haase, Munkelt, Mädler, Olschyna, Müller Stadion an der Gellertstraße. Das Ergebnis war ein sicherer 5 : 1 Sieg des PSV vor 25.000 Zuschauern.

spielen gegen solche starke Gegner wie DFC Prag, Jahn Regensburg, OR Köln usw.

1932
Die Stammelf des Polizeisportvereins im Fußball hat folgendes Aussehen Arnold, Schneider/Helmehen. In den darauffolgenden Jahren ergänzten Kiel, Friedemann, Dr. Stohl, Groß, Schandert, Krämer, Sachadae, Schindler, Mette, Schmidt die 1. Mannschaft.

30.Juni1932
1. Spatenstich für das Fußballstadion an der Gellertstraße auf der Grundlage eines mit der Stadt abgeschlossenen Pachtvertrages.

1932
Die 1. Männenmannschaft im Fußball wird Mitteldeutscher Meister

1932
Gebhard wird Mitteldeutscher Waldlaufmeister über 10 km.

10. Mai 1933
hohe Rate an Abmeldungen aus dem Verein durch "abgemeldet", "entlassen", "versetzt" sowie erhöhter Zugang im Bereich der Mitglieder durch Polizeibedienstete

12. August 1933
Einweihung der durch den Verein erbauten Schießstandanlage mit 12 Schießständen in Beyers Park (Beyerstraße)

1933
Mit der Gleichschaltung der Vereine in Deutschland verband sich der Polizeitumverein wieder mit dem Polizeisportverein.

1933
Am Jahresende des Haushaltsjahres 1932 / 33 wurden für den Bau des Sportplatzes an der Gellertstraße 10.060.-DRM aus der Vereinskasse zugezahlt.

1933
Max Gebhard wird in der Leichtathletik Deutscher Meister über 5.000m und der Sportsfreund Kurt Merten wird 3. über 400 in. Im gleichen Jahr wird Gebhardt Mitteldeutscher Meister über 5.000 m in neuer Rekordzeit Mitteldeutschlands.

22. April 1934
Max Gebhardt wird 3. bei den Deutschen Waldlaufmeisterschaften in Dresden.

13. Mai 1934
Weihespiel des PSV gegen Sp.V. Fürth im neuerbauten Fußballstadions an der Gellertstrasse.

1934
Am Jahresende des Haushaltsjahres 1933 / 34 wurden für den Bau des Sportplatzes an der Gellertstraße 21.647.71 RM aus der Vereinskasse zugezahlt.

25. Oktober 1934 erfolgte die Aufnahme des Sportsfreundes Heinz Dostmann, wohnhaft Münchner Str. 55, geb. 09.12.19, in den PSV. Sportsfreund Dostmann wurde anläßlich seines 75. Geburtstages nach 60jähriger Zugehörigkeit 1994 zum Ehrenmitglied ernannt.

1935
Der PSV erringt die Sachsenmeisterschaft und den Sachsenpokal im Fußball. Im Vereinspokal scheitert der PSV frühzeitig am 1. FC Nümberg mit 1 : 3 Toren.

16. Mai 1934
Die Fußballer des PSV spielen vor über 20.000 Zuschauern gegen den spanischen Meister FC Madrid mit der Torwartlegende Ricardo Zamora und gewinnen mit 5 : 2 Toren.

    * 491 Polizeibedienstete
    * 301 Zivile Mitglieder
    * 133 Förderer
    * 47 Kinder bis 14 Jahre
    * 93 Jugendliche bis 18 Jahre

27. Januar 1935
Anordnung des Sachbearbeiters für den Deutschen Polizeisport im Reichs- und Preußischen Ministerium des Inneren und beim Preußischen Ministerpräsidenten - Landespolizei (regelt Arbeit der PSV'n auf der Grundlage einer Beschlußlage) zu Aufgaben und Arbeit der Polizeisportvereine (u.a. festgelegt, daß in jedem Standort nur ein Polizeisportverein vorhanden sein darf)

    * zur Einheitssatzung des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen
    * zu Zivilmitgliedem in Polizeisportvereinen
    * zu Polizeiabzeichen
    * zu Bezug der Zeitschrift "Deutscher Polizeisport"

1935
sportliche Gegner im Fußball (Gesellschaftsspiele):
am 10.03. Eintracht Braunschweig Sieg mit 6 1
am 17.03. Eintracht Braunschweig Sieg mit 3 1
am 19.04. Stuttgarter Kickers Sieg mit 4 : 2
am 21.04. FV Saarbrücken (A) 3 : 3

21. Juli 1935 Sportsfreund Schönherr wird 3. bei den Deutschen Leichathletik Juniorenmeisterschaften im Hammerwerfen
In den Spielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft erreichte der PSV folgende Ergebnisse: PSV Hertha BSC 1 : 2 und 2: 1 PSV York Insterburg 6 : 1 und 8 : 1 PSV Vorwärts Rasensport Gleiwitz 2: 1 und 3 :2

1935
Der weitere Ausbau des Sportplatzes an der Gellertstraße sowie die Finanzierung des Zeißigwaldbades beanspruchen den größten Posten bei den Ausgaben des Vereins.

09. Januar 1936
aktueller Mitgliederstand: 996 Mitglieder, davon

    * 503 Polizeibedienstete
    * 167 Zivile Mitglieder
    * 172 Förderer
    * 56 Kinder bis 14 Jahre
    * 99 Jugendliche bis 18 Jahre

In den Gruppenspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft werden folgende Ergebnisse erreicht: Die Stammformation der 1. Männermannschaft sah wie folgt aus Weggel, Boch, Lieberwirth, Klehl, Reichert, Schneider, Helmchen, Groß, Munkelt, Mädler, Müller weiterhin spielten Schumann, Schmidt, Friedemann, Mette, Frühhaber,

Schindler zu wichtigen Spielen.

Der PSV wird Gruppensieger, scheitert aber im Vorrundenspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft am 02.06.35 in Düsseldorf vor 45.000 Zuschauern gegen Schalke 04 mit 2 : 3 Toren

04. April 1936
Beratung im Reichs- und Preußischen Innenministerium durch den Beauftragten für den Polizeisport. Im Ergebnis gab es einen Erlaß mit folgenden Inhalten an die Polizeibehörden:
- fordert zur Unterstützung der Polizeisportvereine auf, besonders bei der Bereitstellung von Übungsplätzen, Räumen und Sportgeräten;
-Zugehörigkeit aller Offiziere und Beamten zum Verein ist Notwendigkeit, um diese für die demnächst abzulegenden Leistungsprüfungen

vorbereiten zu können,
- 20 v.H. der aktiven Mitglieder in den PSWen können Zivilmitglieder sein.

Jugendliche und Förderer sind darauf nicht anzurechnen.

1936
Im Vereinspokal Fußball erneut frühzeitig gescheitert gegen Waldhof Mannheim am 06.09. mit 0 : 2 Toren. PSV - Schalle 04 3 : 2 und 1 : 2 PSV - BSV 92 Berlin (Die Störche) 4: 1 und 4: 1PSV - Hindenburg Allenstein 4: 1 und 3 :2
Der PSV wird Gruppenzweiter und scheidet damit aus.

Weitere sportliche Fußballgegner 1936 waren (Gesellschaftsspiele):am 13.04. Hannover 96 Sieg mit 6: 4
am 07.06. Bayern München Niederlage mit 3 : 6
am 14.06. SC 03 Kassel Sieg mit 6: 1
am 11.10. 1860 München Sieg mit 4: 1

13. Januar 1937
aktueller Mitgliederstand :922 Mitglieder, davon:

    * 367 Polizeibedienstete
    * 262 Zivile Mitglieder
    * 167 Förderer
    * 29 Kinder bis 14 Jahre
    * 95 Jugendliche bis 18 Jahre

Auszug aus dem Jahresbericht für den Zeitraum 1.4.37 - 30.3.38 - geprägt vom weiteren Anstieg des Leistungsven-nögens der Leichtathletik und der sehr erfolgreichen Arbeit der Schwimmejugend. - Die Leichtathletik kann den Akademischen Sportplatz zu Trainings-zwecken im Sommerhalbjahr nutzen, - das Fassungsvermögen des Sportplatzes an der Gellertstraße wurde erweitert, der Bau einer Lautsprecheranlage ist vorgesehen. - Das Polizeibad Zeißigwald erhält Anschluß an das Wasserleitungsnetz der Stadt Chemnitz.Verfügung des Beauftragten des Polizeisports im Reichsinnenministerium bezüglich der Feststellung, daß 04. Januar 1938 aktueller Mitgliederstand : 995 Mitglieder, davon:

    * 521 Polizeibedienstete
    * 373 Zivile Mitglieder
    * 10 1 Kinder u. Jugendliche bis 18 Jahre

1937
die Aufnahme von Personen') die nicht im dienstlichen Verhältnis zur

Polizei stehen, auch die Aufnahme von Jugendlichen, verboten sei, führte zu folgender Einschätzung des Vorstandes: dass ein Schrumpfungsprozeß einsetzen wird, der sich zunächst wohl nur in der Mitgliederzahl, später aber bestimmt in der sportlichen Leistungsfähigkeit auswirken wird. Hoffen wir, dass hier eine Lockerung eintritt, sonst wird es später schwer halten, die geschaffenen Sportanlagen zu erhalten " (Auszug Jahresbericht 1937/38)

1938
Fußballgegner und Ergebnisse:
am 26.02. VfB Leipzig Sieg mit 7 : 1
am 03.05. Vienna Wien Unentschieden 2 :2
am 26.05. Borussia Dortmund Sieg mit 2 : 1
am 04.06. Admira Wien Niederlage mit 2 : 9
am 14.08. im Vereinspokal an Fürth mit 2 - 4 gescheitert
am 18.08. Admira Wien Niederlage mit 1 : 5
am 21.08. Borussia Dortmund Sieg mit 2 : 0
am 24.08. Anninia Bielefeld Niederlage mit 6: 2

Auszug aus den Vereinsnachrichten : "Den stets Wankelmütigen sei aber hier gesagt, daß es besser ist, auch an schlechten Tagen das Vereinsabzeichen zu tragen, als in ewiger Nörgelei bei jeder Niederlage die Austrittserklärung bereitzuhalten"

Die Fußballformation der 1. Mannschaft hatte folgendes Aussehen: Brucke,Boch, Müller, Schtunann, Reicherdt, Frühaber, Piehler, Helmehen, Schmidt, Munkelt, Winkler. Zum Einsatz kamen weiterhin Schneider, Leunert, Fiedler, Havlicek,Lindner, Tippmann, Weber, Rudolph, Lieberwirth, Giesemann.

15. Januar 1939
aktueller Mitgliederstand : 951 Mitglieder, davon

    * 504 Polizeibedienstete
    * 346 Zivile Mitglieder
    * 101 Kinder u. Jugendliche bis 18 Jahre

28. August 1939
aktueller Mitgliederstand : 1049 Mitglieder, davon

    * 580 Polizisten
    * 355 Zivile Mitglieder
    * 114 Kinder u. Jugendliche bis 18 Jahre

29. April 1943
Umbenennen des Polizeisportvereins in " Sportgemeinschaft der Ordnungspolizei Chemnitz

Juli 1945
Bildung der ersten Fußballmannschaft in Chemnitz unter Beteiligung von Polizisten unter dem Namen "Sportgemeinschaft Kaßberg"

Januar 1946
Bildung einer Boxstaffel bei der Polizei

Mai 1946
Behebung von Bombenschäden auf dem Sportplatz an der Forststraße und erste Gespräche bei der Polizei über die künftige Entwicklung des Polizeisports.

Juli 1946
Aufnahme des Wettkampfbetriebes der Polizeifußballer bei der Sportgemeinschaft Hilbersdorf und der Polizeiboxer bei der SG Ost Chemnitz, d.h., noch keine Selbständigkeit. Die Mitgliederzahlen der Fußballer und Boxer waren 55 Mitglieder

15. Oktober 1946
Der Polizeisportverein Chemnitz wird "von Amts wegen" auf Grund des Befehls der sowjetischen Militäradministration vom 30.10.45 aus dem Vereinsregister ausgetragen.

Oktober 1947
Vergleichskämpfe der Polizeifußballer innerhalb des Regierungsbezirkes

4. Oktober 1948
Neugründung als "Sportgemeinschaft Polizei Chemnitz", bestehend aus 53 Mitgliedern, die ausschließlich Polizeivollzugsbeamte waren.

12. Dezember 1948
Werbeveranstaltung der Sektion Schwimmen mit über 1.000 Zuschauern im Stadtbad. Neben der Sektion Schwimmen existieren die Sektionen Fußball, Boxen, Leichtathletik, Radsport, Wintersport, Hallenhandball,

Kegeln und Schach.

27. Dezember 1948
Auszug aus einem Bericht im "Sportecho":"Danach kann man wohl mit Recht behaupten, daß im Polizeisport die Sportgemeinschaft Chemnitz in der Ostzone eine führende Stellung einnimmt und durch eine vorbildliche Breitenarbeit am Aufbau einer neuen, deutschen demokratischen Sportbewegung maßgebend mit beteiligt ist"

Januar 1949
Erster Wettbewerb der Boxstaffel des Vereins in Neukirchen. Im Laufe des Jahres bestritt die Boxstaffel viele Vergleiche. Zu den Aktiven gehörten die Sportfteunde Zierold, Putscher, Theilicke, Rauner, Seebach, Ambras, Hofmann,

Barth, Preißner, Köhler, Berndt

Januar 1949
Vergleichskampf der Fußballer bei Polizei-SG Leipzig sowie erster Wettkampf der Wintersportler der Sportgemeinschaft in Grüna

13. Februar 1949
Vergleich der Fußballer und Boxer in Berlin gegen Polizei SG Berlin

01. Juli 1949
Die Polizei erhält den Namen "Volkspolizei". Dementsprechend erfolgt die Umbenennung in "Volkspolizei-Sportgemeinschaft Chemnitz (VPSG Chemnitz)

05. Juli 1949
Spfrd. Harry Hunger wird zweifacher Ostzonenmeister im Schwimmen über 400 m und 1500 m

18.-24. Juli 1949
1. Sportwoche der VPSG Chemnitz durch 10 Sektionen, 280 aktiven Sportlern sowie insgesamt 14.000 Zuschauern. Typisch für diese Veranstaltung war die Teilnahme von Mannschaften aus den Dienststellen der Polizei Rückkampf im Fußball und Boxen gegen die VPSG Berlin im Rahmen der Sportwoche

August 1949
Helmut Lohse wird Sachsenmeister im Radsport

10. Januar 1950
Boxvergleich zwischen VPSG Chemnitz und VPSG Oelsnitz, mit einem Sieg unserer Boxer von 13 : 7

03. April 1950
Bildung der selbständigen Sportvereinigungen der Industriegemeinschaften auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Sportausschusses über "Die Reorganisation des Sport in den volkseigenen und ihnen gleichgestellten Betrieben auf Produktionsbasis".

20.Juni1950
lt. Befehl 119/50 des Chefs der Deutschen Volkspolizei erfolgte auf Grund des Beschlusses des Deutschen Sportbundes der DDR vom 03.04.50 die Gründung der "Sportvereinigung der Deutschen Volkspolizei" (SVDVP). Mit dieser Maßnahme wurde gleichzeitig eine Zentrale geschaffen, welche die neuen Landesleitungen anleitete. Es erfolgte gleichzeitig die Herauslösung der Volkspolizei-Sportgemeinschaften aus den Kreissportausschüssen. Die Anleitung der SG'n der VP erfolgte über die Landesleitung der Sportvereinigung der Deutschen Volkspolizei (SV DVP) und deren Fachverbänden. Eine neue Richtlinie ermöglichte gleichzeitig die Erweiterung der Basis durch die Aufnahme von Angehörigen der Polizeibediensteten in die Sportvereine der Deutschen Volkspolizei (SV DVP).

02. Juli 1950
In Chemnitz werden durch die Volkspolizei-Sportgemeinschaft (VPSG) Chemnitz die Landesmeisterschaften der Polizei im Schwimmen ausgerichtet.

August 1950
Die VPSG Chemnitz wird Polizeilandesmeister im Fußball

15./16. Sept. 1950
Erste Landesmeisterschaft der Polizei im Boxen, ausgerichtet durch die VP SG Chemnitz

11. Oktober 195
Boxen wird Leistungszentrum, wird aber bereits 1 Jahr später wieder gestrichen.

01. November 1951
Aus der Beilage zum Novemberheft "Jugend und Sport in der Polizei" zur Sportart Volleyball:

"Sachsen. In Sachsen ist der regelmäßige Spielbetrieb im Allgemeinen gut angelaufen. Nur in Chemnitz scheint man sich überhaupt nicht für Volleyball zu interessieren, denn bis zum 7. Oktober hatte es eine der drei größten Sportgemeinschaften fertiggebracht, nicht ein Spiel zu organisieren"

März 1952
Die Volleyballmannschaft wird Bezirksmeister und steigt in die Landesliga auf. Als Spieler wirkten damals die Sportfreunde Strauß, Ehrig, Altendorf, Rabe, Threuner, Drobnewski und als Trainer der Spfrd. Buchert.>br>

23. Mai 1952
1. Sportfest des Volkspolizeipräsidiums Chemnitz mit 550 Teilnehmern auf dem Sportplatz an der Forststraße

23. Juli 1952
Auf Grund eines Gesetzes der Volkskammer der DDR werden die Länder aufgelöst und Bezirke gebildet.

27. März 1953
Es erfolgt die der Gründung der "Sportvereinigung Dynamo" als Sport vereinigung der Sicherheits- und Schutzorgane der DDR

03. April 1953
Umbenennung der SV DVP Chemnitz in SG Dynamo Chemnitz.

April/Mai 1953
Bildung des Leistungsschwerpunktes Radsport unter dem Trainer Carly Lorenz sowie die Gründung des Leistungsschwerpunktes Volleyball Männer

Mai 1953
Umbenennung der Stadt Chemnitz in Karl-Marx-Stadt (KMStadt) und damit der SG Dynamo Chemnitz im SG Dynamo Karl-Marx-Stadt (KMStadt) Beginn der organisierten Breitensporttage und der volkstümlichenSchwimmfeste der SG Dynamo KMStadt

01. - 02.08.1953
1. Bezirksspartakiade der SV Dynamo auf dem Sportplatz an der Forststraße in den Sportarten : Leichtathletik, Handball, Fußball und Volleyball sowie Schwimmen im Stadtbad. Hauptorganisator waren die Sportfreunde der SG Dynamo KMStadt.

August 1953
Bau des Sportlerheimes auf dem Sportplatz an der Forststraße.

September 1953
Erwerb einer Skihütte in Oberwiesenthal durch die Mitarbeiter des Bezirksbüros der SV Dynamo

Dezember 1953 bis Ende 1960 existiert ein Patenschaftsvertrag mit der Kinder- und Jugendsportschule KMStadt, welcher es ermöglicht, daß u.a. Sportarten wie Turnen, Leichtathletik unter diesen Bedingungen besonders gefördert werden können.

22. Mai 1954
Leichtathletiksportfest im Stadion an der Forststraße mit den Sportlern Christa Stubnick (Sprint/Weit), Herbert Büsser ( 100 in ), und Klaus Frost (Speerwurf)
25. Jugendsportfest in der Sportart Leichtathletik der SG Dynamo KMStadt mit der Kinder- und Jugendsportschule KMStadt.

12.-15. August 1954
11. Internationale Spartakiade der SV Dynamo in KMStadt, verbunden mit der Einweihung des "Emst-Thälmann-Stadions"

1954
Als beste Sportgemeinschaft im Wettbewerb der Sportvereinigung Dynamo der DDR wird die SG Dynamo Karl-Marx-Stadt ausgezeichnet.

1955
Vierer-Mannschaft im Bahnradsport in der Besetzung Elste, Schneider, Klieme und Schmidt wird DDR-Meister in 4:48 min. Außerdem gehören Nitsche, Fritzsche, Popke und Ludwig zu den Fahrern.

1955
Volleyball belegt den 4. Platz in der DDR-Oberliga.

September 1955
Verlegung des Leistungsschwerpunktes Bahnradsport nach Berlin mit 9 Sportlern und dem Trainer zum "SC Dynamo" Berlin

1956
übernimmt die SG Dynamo KMStadt ein Bootshaus in Braunsdorf und betreibt Rudern und Kanu

Januar 1957
Fechtvergleichskampf der SG Dynamo KMStadt gegen den Turn- und Sportverein Hof
Die Sektion Fechten bestimmt das Niveau innerhalb der Sportvereinigung der DDR und besitzt mit dem Sportsfreund Heinz Ebert den DDR-Meister im Florettfechten. Weitere bekannte Namen waren Thomas Klein, Inge Schellhorn, Erich Höhne, Wolfgang Ott sowie die Sportfreunde Müller und Lippmann.

07. Mai 1957
Die SG Dynamo KMStadt organisiert das 1. DDR-Offene Nachtkriterium im Straßenradsport "Rund um den Wilhelm-Külz-Platz"

Juni 1957
Fußballvergleich gegen "Roter Stern" Hradez Kralove mit einem 3 : 1 Sieg für KMStadt

1./2. Juni 1957
Fechtvergleichskainpf gegen "Duisburg 48/49" in Duisburg

1957
Die Sportsfreundin Margot Eichler wird in der weiblichen Jugend A Deutsche Jugendmeisterin über 100 m in der Leichtathletik

26. - 28.07.1957
11. Sommersportmeisterschaften der Grenzpolizei in KMStadt, wobei die SG Dynamo einen hohen Anteil bei der Organisation und Durchführung sicherte.

August 1957
Internationales Volleyballspiel Dynamo KMStadt gegen Iskra Klosterik (CSSR) mit einem 3 :2 Sieg für KMStadt.

17. September 1957
Internationales Nachtkriterium im Straßenradsport "Rund um den Wilhelm-Külz-Platz" wird organisiert. Vor über 30.000 Zuschauern starten die Weltmeister Proost,(Belgien), Brittain (England) und "Täve" Schur aus der DDR

25. Mai 1958
Fechtvergleichskampf gegen "Duisburg 48/49" in KMStadt

Juni 1959
Bildung eines Leistungsschwerpunktes Leichtathletik in der Bereitschaftspolizei KMStadt als Sportzug.

Juni 1960
"Aufteilung" der SG Dynamo Karl-Marx-Stadt". In den Folgejahren entwickeln sich daraus:
SG Dynamo KMStadt/West
SG Dynamo KMStadt/Nord
SG Dynamo KMStadt/Ost
SG Dynamo KMStadt/Süd
SG Dynamo KMStadt/Siegmar
SG Dynamo KMStadt/Reichenhain
SG Dynamo KMStadt/Mitte

1960
Manfred Klieme, delegiert von Dynamo KMStadt, wird Silbermedail-lengewinner bei den Olympischen Spielen in Rom im Radsport, 4000 in Mannschaftsverfolgungsfahren.
Karin Lohse wird Deutsche Meisterin im Fechten; die Sportsfreundinnen Dietmut Müller und Karin Arnhold erreichen Silber und Bronze. Ebenfalls Bronze erringt Thomas Klein im Florett.
Die Frauenmannschaft Handball, hervorgegangen aus der weibl. Jugend der SG Dynamo, spielt in der Halle in der

höchsten Spielklasse der DDR und erreicht den 6. Platz

24. Mai 1961
Volleyballvergleichskampf der SG Dynamo KMStadt/Mitte

gegen die Nationalmannschaft Kubas vor 700 Zuschauern mit einem 3 : 1 - Sieg der Dynamos

1961
Die Frauenmannschaft Handball der SG Dynamo KMStadt steigt in die DDR-Liga Großfeld auf. Im gleichen Jahr erkämpfen die Frauen den Titel des Meisters der SV Dynamo. Die Spielerin Maria Rüdrich wird Mitglied der Nationalmannschaft

1961
Die Bezirksdelegiertenkonferenz der SV Dynamo beschließt die Bildung von Kinder- und Jugendabtellungen in jeder Sportgemeinschaft der SV Dynamo

21. November 1961
Teilnahme der Gymnastinnen am Länderkampf DDR - Bulgarien in KMStadt.

20. Februar 1962
Bildung eines Bezirksschwerpunktes im Frauenhandball bei der SG Dynamo KMStadt/West, welcher bis 1970 existierte.

05. Juni 1962
Beschluß des ZK der SED über den Leistungssport

19. Juli 1962
Auf Grund des Beschlusses des ZK der SED werden die Leistungs schwerpunkte Fechten, Frauenhandball, Volleyball und Leichtathletik bei den Dynamo-Sportgemeinschaften in KMStadt aufgelöst mit dem Ziel einer noch intensiveren Arbeit im Kinder- und Jugendsport.

16. März 1963
Beschluß der Bezirksleitung der Sportvereinigung Dynamo u.a. mit dem Ziel:

    * Delegierungen von befähigten Kindern zu den Dynamo-Sportelubs und Dynamo-Leistungsschwerpunkten
    * die Bildung von Trainingsstützpunkten (später Trainingszentren)
    * die Verstärkung der Basis für den Nachwuchsleistungssport durch die Aufnahme von weiteren Patenschaften mit Schulen.

1964
Bildung der Trainingszentren (TZ) Leichtathletik bei der SG Dynamo KMStadt/West und Fechten bei der SG Dynamo KMStadt/Süd. Beide TZ wurden in den folgenden Jahren zu Bezirkstrainingszentren ausgebaut. (BTZ). Das bezog sich besonders auf die materielle und finanzielle Unterstützung durch die Zentrale in Berlin einschließlich des Einsatzes

von hauptamtlichen Trainern.

05. Juli 1964
Eröffiiung der 1. Kinder- und Jugendspartakiade der SV Dynamo der Bezirksorganisation KMStadt auf dem Sportplatz an der Forststraße mit über 1000 Teilnehmern. 970 Aktive und 131 Betreuer nahmen in den Sportarten Leichtathletik, Fußball, Schwimmen, Judo, Fechten, Turnen, Handball und Sportschießen teil. Die SG'n Dynamo KMStadt schnitten dabei sehr erfolgreich ab.

Oktober 1966
Übernahme einer ehemaligen Reithalle an der Nordstraße und Beginn des Umbaues zu einer Sporthalle

04. November 1967
Eröffnung der neuen Sporthalle an der Nordstraße durch die SV Dynamo als eine moderne Mehrzwecksporthalle

Februar 1970
Volleyballspiel SG Dynamo KMStadt/Mitte gegen die Auswahl Brasiliens in der Sporthalle Nordstraße vor 400 Zuschauern

1971
Bärbel Braun und Maria Rüdrich-Winkler, delegiert von der SG Dynamo KMStadt/West werden Weltmeister mit der Nationalmannschaft im Handball.

28. April 1973
Sportfest von 5 Sportgemeinschaften der SV Dynamo KMStadt auf dem Sportplatz an der Forststraße anläßlich des 20. Jahrestages der Gründung der SV Dynamo mit Teilnahme von sowjetischen Sportsfreunden aus der KMStädter Garnison.

19. Mai 1973
1. Internationaler Schwimmvergleich der Sektion Schwimmen in Hradez Kralove mit dem Sportverein "Roter Stem"/CSSR. Dieser Wettkampfwird in den Folgejahren zur Tradition.

1973
Bettina Wolfrum, delegiert von der SG Dynamo KMStadt/West, erkämpft für den SC Dynamo Berlin den Junioreneuropameistertitel über 400 m und läuft mit der. 4 x 400 m Staffel Juniorenweltrekord in der Leichtathletik

31. Dezember 1973
Die SG Dynamo KMStadt/Ost wird mit dem Titel Worbildliche Sportgemeinschaft des DTSB der DDR" vom Bundesvorstand des DTSB ausgezeichnet.

Juni 1974
Bildung des Trainingszentrums Eissehnellauf bei der SG Dynamo KMStadt/ Reichenhain

August 1975
Spfrd. Wieser (von der SG Dynamo KMStadt/West delegiert zum SC Dynamo) wird Junioreneuropameister in der Leichtathletik, Disziplin Gehen.

Mai 1977 Aufstieg der Männervolleyballmannschaft der SG Dynamo KMStadt/Mitte in die Oberliga

Dezember 1977
Volleyballvergleich der SG Dynamo KMStadt gegen die Nationalmannschaft Algeriens an der Sportschule auf dem Rabenberg mit einer 2 : 3 Niederlage.

1978
Roland Wieser, delegiert von Dynamo KMStadt/West, wird Europameister im 20 km Gehen. Karsten Eichhorn wiederholt im Rudern sein Ergebnis von 1984 und wird erneut Juniorenweltmeister erhält die SG Dynamo KMStadt/Süd den Ehrennamen "Dr. Richard Sorge" erhält die SG Dynamo KMStadt/West den Ehrennamen "Helmut Just" Umbenennung der Stadt Karl-Marx-Stadt in Chemnitz

Juni 1979
Fest der Bereitschaftspolizei KMStadt, der SG Dynamo KMStadt/Nord mit sportlichen Vergleichen

März 1980
SG Dynamo Reichenhain richtet die Meisterschaften im Eisschnellauf der Altersklasse 12 der SV Dynamo der DDR aus.

1980
Uwe Preusche, delegiert von Dynamo KMStadt/West, wird Junioreneuropameister mit der 4 x 400 m Staffel in der Leichtathletik

1980
Roland Wieser, delegiert von der SG Dynamo KMStadt/West wird Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Moskau im 20 km Gehen und erkämpft im gleichen Jahr den 2. Platz im 20 km Weltcup der Geher

Oktober 1980
Durch die Dynamo-SG'n KMStadt Süd und Mitte werden Pokalwettbewerbe im Turnen und Crosslauf organisiert und mit großer Beteiligung, auch in den Folgejahren durchgeführt.

26. September 1981
Spfrd. Reinhard in der Stroth von der SG Dynamo KMStadt/Nord wird DDR-Meister im Orientierungslauf

1984
erhält die SG Dynamo KMStadt/Nord den Ehrennamen "Ernst Schneller"
Karsten Eichhorn, delegiert von der SG Dynamo/Süd, wird Juniorenweltmeister im Rudern

1990
Die bestehenden Leitungsstrukturen der Sportgemeinschaften Dynamo lösten sich immer mehr auf Eine Fortführung des Sportbetriebes auf diesen Ebenen war nicht mehr gegeben.

12. Juli 1990
Gründung des Chemnitzer Polizeisportvereins e.V. Die Gründung des Vereins erfolgte auf Grund eines gemeinsamen Beschlusses alle Sektionsleiter der noch vorhandenen Sportgemein schaften der SV Dynamo in der Stadt KMStadt / Chemnitz. Folgende Sportarten waren im Verein vertreten:Fußball, Handball, Volleyball, Judo, Schießen, Leichtathletik, Turnen,Gymnastik, Orientierungslauf, Fechten, Schwimmen, Basketball, Angeln,Schwimmen, Tischtennis

August 1990
Eintragung in das Vereinsregister der Stadt Chemnitz unter der Nummer VR 311

30. September 1990
Abschluß einer Nutzungsvereinbarung mit dem Amt zur Auflösung des MfS/AfNS (Ministerium für Staatssicherheit/Amt für nationale Sicherheit) für das Klubhaus Max-Planck-Straße 22 b in Chemnitz sowie einer Skihütte in Oberwiesenthal. (Diese Hütte wurde bereits 1953 durch Mitarbeiter der SV Dynamo gekauft, ist aber im Grundbuch später als Ministerium für Staatssicherheit eingetragen worden und wurde deshalb nach dem 3.10.90 dem Referat Sondervermögen der Treuhandanstalt Berlin zugewiesen)

01. Oktober 1990
Bis zu diesem Zeitpunkt waren alle hauptamtlichen Mitarbeiter der ehemaligen Sportvereinigung Dynamo entlassen, umgesetzt u.s.w., so daß die gesamte Arbeit auf das Ehrenamt übertragen werden mußte.

28. Dezember 1990
Abschluß eines Nutzungsvertrages zwischen dem Land Sachsen, den Dienststellen der Polizei in Chemnitz und dem Chemnitzer Polizeisportverein e.V. über " die Inanspruchnahme landeseigener Sportanlagen der Polizei in Chemnitz durch den Chemnitzer Polizeisportverein e.V." Als landeseigene Sportanlagen der Polizei " wurden

aufgenommen:

    * Sporthalle mit Nebenräumen und Geräten Nordstraße
    * Sport- und Ausbildungsplatz Forststraße
      (Beide Objekte wurden der Polizei durch das Amt zur Auflösung des MfS/AfNS per 30.9.90 mit Nutzungsvertrag übergeben)
    * der Schießstand Zeißigwald sowie die Raumschießanlagen in den Dienststellen der Polizei
    * die Kegelbahn und die Sporthalle in der Bereitschaftspolizei