News Jiu-Jitsu/Judo

2022-11-13  DIE ENTSTEHUNG EINES MEISTERSTÜCKS

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Zwischen den ersten beiden Fotos liegen ca 10 – 12 Jahre. Die Haare wurden kürzer und leider auch grauer, aber diametral dazu stieg das technische Können.Man kann es im Nachhinein nur als großen Glücksfall bezeichnen, dass unser Veit im Fahrwasser seines Sohnes Wim im Jahr 2006 zu uns gestoßen ist. Und im Gegensatz zu Vielen, die vom Nebel der Geschichte verschluckt wurden, ist er geblieben. Es war nicht immer einfach mit uns, man musste Veit erstmal reichlich Eisen aus der Rüstung klopfen, um eine gewisse Geschmeidigkeit zu erreichen. Aber die harte Arbeit hat sich gelohnt und auch wenn der Körper mit steigendem Alter immer stärker protestierte, er hat niemals aufgegeben – eine echte Samurai Tugend!

Von seinen Verdiensten rund um den Bau und Erhalt unseres Trainingsobjektes mal ganz zuschweigen, wenn es danach ginge, wäre er nach meinem Empfinden schon ein Träger der sogenannten „Bahnschranke“.

So aber versuchten wir es auf die übliche, klassische Art und Weise und meldeten uns zur jährlich stattfindenden Danprüfung unseres Heimatverbandes an. Und wieder einmal, wie so oft in denvergangenen 15 Jahren, ging es weit westwärts…. nach Dortmund.

Dort stellte sich Veit am 13.11.2022 den interessierten Blicken und Fragen der Prüfungskommission unter der Leitung von Karl-Heinz „Heiner“ Odhofer (8.Dan). Nach Präsentation der Goshin-Jitsu noKata, diversen Vorkenntnissen der vergangenen 5 Gürtelstufen, Wurfkombinationen und Konter, Erklärungen zu Verkettungen, Abwehr in der Bodenlage und verschiedenen Zusatztechniken (auf dem Stuhl, mit Gürtel und auch mit Spazierstock – dem Alter entsprechend) wurde Veit beim abschließendem sogenannten „Freikampf“ noch einmal voll gefordert. Nach ca. 3 Stunden war es dann vollbracht und Veit konnte verdientermaßen die Urkunde und den schwarzen Gürtel entgegennehmen. Bild 3 zeigt alle Prüflinge im Kreise der Prüfer und ihrer jeweiligen Ukes. Er ist somit der Erste aus der, 2018 ins Leben gerufenen Gruppe „zur letzten Hopfnung“, der das damals anvisierte Ziel erreicht hat und insgesamt der dritte Danträger in unseren Reihen. Mir bleibt abschließend nur die Hoffnung auf noch viele weitere Trainingseinheiten ohne Verletzungen, mit viel Humor gewürzt und nicht zu vergessen...dem „Belohnbierchen“ danach! Ich verneige mich mit großem Respekt vor deiner Gesamtleistung - Meister Veit Winter.

Gruppe

 

 


2022-03-28 Lehrgang für Blinde und Sehbehinderte in Rochsburg
Von Montag den 28.03 bis Mittwoch den 30.03.2022 war unser Trainer vom Ferienheim "Aura" in Rochsburg zu einem Selbstverteidigungslehrgang für blinde und sehbehinderte Menschen eingeladen worden.

In insgesamt 5 Einheiten, verteilt auf drei Tage galt es, den interessierten Teilnehmern die ersten Grundlagen der Selbstverteidigung zu vermitteln. Das war sowohl für den Trainer als auch für die 7 Teilnehmer eine besondere Herausforderung. Einerseits musste das Training so gestaltet werden, dass der weitestgehend fehlende Sinn des Sehens adäquat ersetzt werden konnte. Das bedeutete: das Training spielte sich immer in der unmittelbaren Nahdistanz ab und die Abwehren erfolgten nach dem Erfühlen des jeweiligen Angriffs. Das war besonders bei Schlagangriffen nicht einfach umzusetzen.

Weiterhin wurde vermittelt, dass die Erhaltung bzw. Steigerung der eigenen Körperflexibilität und Fitness unabdingbar ist für eine erfolgreiche Selbstverteidigung. Wie auch schon bei Seminaren in der Vergangenheit nahm das Üben des Fallens den meisten Raum ein und gestaltete sich am schwierigsten. Nichts desto trotz waren alle mit Feuereifer bei der Sache und in Anbetracht dessen, dass manche Teilnehmer seit langer Zeit keinen Sport mehr praktiziert hatten, hielten alle die 5 Einheiten an den drei Tagen durch. Dafür schon mal großen Respekt an alle Kämpfer!

Nach Abschluss des Lehrgangs waren sich alle einig, dass so eine Veranstaltung im kommenden Jahr wiederholt werden sollte. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, wird der Trainer in einer WhatsApp Gruppe Trainingsanregungen und Tipps geben, damit nicht alle Kenntnisse verloren gehen.

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Vorbereitung für Tag X
Mit Beginn diesen Jahres startete die Vorbereitung auf ein lange geplantes Großprojekt. Es umfasst gesamt 5 Danprüfungen in den Sparten Jiu-Jitsu und Judo, welche dann Ende November, Anfang Dezember innerhalb einer Woche ihren Höhepunkt und gleichzeitig (hoffentlich) erfolgreichen Abschluss finden sollen.

Hierzu versammeln sich jetzt mehr oder weniger regelmäßig nochmal alle Akteure , die dieser Sektion seit ihrer Gründung bzw Umbenennung im Jahre 2005 ihren Stempel aufgedrückt haben. Als da wären als Vertreter der 1. Generation und Urgesteine Frank K. (Anwärter 5.Dan Judo und Jiu-Jitsu), Michael S. (2. Kyu Jiu-Jitsu) und Frank P. (1.Dan Jiu-Jitsu und freundlicherweise als Uke beteiligt) sowie unsere Chefin Claudia S. (Kamerafrau und Fotografin) sowie von der 2.Generation Veit W. (Anwärter 1. Dan Jiu-Jitsu und guter Hausgeist unseres Dojos) und last but not least Martin L. (Anwärter 1.Dan Judo) - bisher der erste und auf lange Sicht wohl der einzige von der Zwergentruppe der Jahre 2005/2006, welcher in diese Regionen vorstößt.

Auf jeden Fall ist es sehr schön, mal wieder alle gemeinsam auf der Matte erleben zu dürfen. Es geht dabei nicht nur vordergründig um das Erlernen bzw. Abrufen eines vorgegebenen Programmes, sondern dass wir uns alle nochmal in die bestmögliche Form bringen. Deshalb gehören solche Sachen wie Handstandversuche, Seilklettern bzw. Hangeln an den berüchtigten Judoärmeln genau so dazu wie das Einstudieren von Kombinationen, Kontern oder das intensive Üben der sogenannten Meisterkatas. Bis jetzt hatten alle Spaß (hoffe ich zumindest..) und sind von Verletzungen verschont geblieben. Wünscht uns das nötige Glück, dass es so bleibt... wir werden regelmäßig weiter berichten.