Am Samstag den 21.05.22, fanden in Döbeln die diesjährigen Bezirkseinzelmeisterschaften der Judoka der Altersklasse U 15 statt. Der gastgebende Döbelner SC hatte für diesen Wettkampf hervorragende Bedingungen geschaffen. Der Chemnitzer Polizeisportverein war hier mit acht Kämpferinnen und Kämpfern vertreten.

Junus Musaev, bis 37 kg eingewogen, konnte seinem kürzlich erkämpften Bezirksmeistertitel in der AK U13 gleich einen weiteren folgen lassen. Mit spektakulären Techniken und tollen Siegen belegte er Platz 1.

Toni Weber, bis 43 kg, konnte einen tollen 3. Platz erkämpfen. In der Klasse bis 50 kg standen sich im Finale mit Benjamin Raabe und Eduard Maczuk gleich zwei CPSV Judoka gegenüber. Letztlich belegte Benny Platz 1. Das Finale in der Klasse bis 55 kg bestritt mit Daniel Tokarev ebenfalls ein CPSV Judoka. Leider unterlag er seinem Kontrahenten aus Rodewisch und beendete das Turnier mit Platz Zwei. Lennox Mögel, in der Klasse bis 60 kg eingewogen, kämpfte nicht nur mit den Gegnern sondern auch mit seinen Nerven.
Dennoch konnte er das "kleine Finale" im Golden Score für sich entscheiden und belegte Platz Drei. Dennoch konnte er das "kleine Finale" im Golden Score für sich entscheiden und belegte Platz Drei. 
 
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Ebenfalls Bronze holte sich Jasmin Siegmund in der Klasse bis 63 kg. Für sie, ein großer Triumph. Ist sie doch ebenfalls noch bei der U 13 startberechtigt.
 
Den Abschluss bildete wieder einmal Oscar Schäfer, der die Klasse über 66 kg mit seiner stoischen Ruhe und Gelassenheit dominierte und mit tollen Kombinationen alle Kämpfe vorzeitig und siegreich beendete.
 
 
 
Mit jeweils drei Gold- und Bronzemedaillien, sowie zwei Silbernen konnten die acht Judoka vom CPSV die Rückreise nach Chemnitz antreten, hatten sie doch auch die Qualifikation für die Landesmeisterschaften am 4.6.22 in Kamenz geschafft.
 
Ulli Heuschkel

2. Kampftag in der Verbandsliga am 14.05.2022 in Riesa

Am Samstag, den 14.5.2022, waren wieder unsere Männer gefordert. In Riesa zu Gast, standen sie dem Club von Judo Holzhausen gegenüber.  Und was sie dann für einen Auftritt hinlegten, entspricht einer kleinen Sensation. Mark Singer (-66 kg), Bernhard Berg (-73 kg), Albert Berg (-81 kg), Jakob Eckel (-90 kg), Thomas Nowack (-100 kg) und zu guter Letzt Robert Seidel (+100 kg) ging jeweils als Sieger vor Ablauf der normalen Kampfzeit von 4 Minuten von der Matte. Den einzigen Punkt, der abgegeben wurde war in der Klasse bis 60 kg, die wir an diesem Tag leider nicht besetzten konnten.

Glückwunsch! So kann es weitergehen!

Tag 1 des Sparkassen-Cup in Jena, , AK u11 und u15

Lange musste unsere Judokas warten, um bei einem international besetzen Turnier ihr Können zu zeigen. Ursprünglich für Januar geplant, war es nun am vergangenen Wochenende so weit. Für den 25. Internationalen Sparkassen-Cup von Jena hatten sich mehr als 500 Judoka an beiden Tagen registriert. Dies spricht an sich schon für die Qualität dieses Wettkampfes. An den Rückschildern auf den Judogi konnte man schon auf dem ersten Blick erkennen, dass fast alle Hochburgen des Judos, wie Leipzig, Abensberg, Giessen, Grosshadern oder Potsdam dem Ruf des Gastgebers gefolgt waren. Für 8 Judokas hieß es am Samstag, zeitig aufzustehen und den Weg nach Jena anzutreten. Die Aufregung aber auch die Vorfreude auf das erste große Turnier des Tages war groß. Schließlich ging es um eine erste Standortbestimmung, wo man leistungstechnisch steht.

Als erstes waren unsere Judoka der u13 an der Reihe. Wie hoch die Trauben hingen, musste unser Collin Rockstroh in der Klasse bis 50 kg erfahren. Nach 2 Niederlagen in Folge schied er aus dem Turnier aus. Für die Trainer jedoch gaben diese Niederlagen einen wertvollen Aufschluss darüber, woran in den kommenden Wochen zu arbeiten ist. Dann ginge es Schlag auf Schlag. Zeitweise standen unsere Judoka gleichzeitig auf 3 Matten. Das machte das Coachen nicht immer einfach. Ion Burduja musste sich in der Klasse bis 29 kg im Round- Robin-System (Jeder gegen Jeden) beweisen. Trotz mangelnder Wettkampfpraxis zeigte er, dass er unbedingt auf das Podest wollte. Und das Ziel erreichte er auch mit einem sehr guten 3. Platz. Dabei besiegte er u.a. den Starter vom gastgebenden Verein JC Jena. Ebenfalls im Round-Robin-System war danach Aslan Musaev am Start. Auch ihm war die Entschlossenheit ins Gesicht geschrieben. Er ließ sich auch durch die Auftaktniederlage nicht aus dem Konzept bringen. Im Folgekampf machte er dann den Weg auf das Podest frei mit einem Sieg schon nach 59 Sekunden Kampfzeit. Das verdient Respekt. Am Ende war dann der 3. Platz der verdiente Lohn.
 
Als letzter männlicher Starter ging sein Bruder Junus in der Klasse bis 37 kg auf die Matte. Er musste sich in einem Feld von 16 Startern behaupten. Nach einer Auftaktniederlage gewann er überraschend gegen den als stark eingeschätzten Kämpfer aus Stotternheim. Da keimt auf einmal Hoffnung auf, doch noch einen Podiumsplatz zu belegen. Den Folgekampf ging Junus übermotiviert an, leider. Sein Gegner schien gerade darauf gewartet zu haben. Junus wurde in seinem Angriffsbemühen klassisch ausgekontert und konnte aus einer Festhalte nicht mehr entkommen. Trotz der Niederlage hat Junus an diesem Tag viel gelernt und wird es für sich in den kommenden Wettkämpfen ausnutzen.
Nun war es an unseren Mädchen, die Bilanz weiter aufzubessern. Dabei konnten Emma Köhler und Jasmin Siegmund jeweils den 3. Platz belegen.
Spät am Nachmittag ging dann Josée Feige in der u18 in der Klasse bis 70 kg an den Start. Nachdem sie schon zuvor in der Verbandsliga starke Auftritte hingelegt hatte, war die Erwartung entsprechend hoch. Und Josée ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie unbedingt den heiß begehrten Pokal wollte. 2 schnelle Siege in ihrem Pool bescherten Ihr den Kampf um den Einzug ins Finale. Und auch in diesem Kampf ließ sie der starken Gegnerin aus Leipzig nicht die Spur einer Chance. Im Finale traf sie dann auf Jana Ganza aus Giessen, mit der sie noch eine Rechnung offen hatte. Lange war der Kampf ausgeglichen, bis Josée in einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit im Rückwärtslaufen in einen Ko-Uchi-Maki lief, welcher dem Coach den Atmen stocken ließ. Zum Glück war der Wurfausführung nicht perfekt und wurde nur mit einem Waza-ari bewertet. Josée wäre nicht Josée wenn sie nicht wie generell an diesem Tag den Überblick bewahrte. Im Fortgang des Bodenkampfes gelang es Josée, ihre Gegnerin in eine Festhalte zu nehmen, aus der es kein Entkommen gab. Am Ende des Tages stand somit einem weiterer 1. Platz bei diesem hochkarätigen Turnier zu Buche. Alle Judoka des CPSV haben den Verein würdig vertreten. Mit solch hervorragenden Ergebnissen war nicht zu rechnen gewesen.
Glückwunsch an alle Judoka und ein Dankeschön an die mitgereisten Eltern, an die hervorragenden Gastgeber und das Kampfrichterteam.

Ergebnisse

 U13 U18 
 2. Platz

Jasmin Siegmund +57 kg

3. Platz
Ion Burduja          -29 kg
Aslan Musaev,     -31 kg
Emma Köhler      -48 kg

 1. Platz
Josée Feige     -70 kg


Tag 2 des Sparkassen-Cup in Jena, , AK u11 und u15

Am Sonntag war unser Verein nur mit 2 Sportlern am Start, begründet dadurch, dass am 21.5.2022 die Bezirksmeisterschaften der u15 in Döbeln anstehen und wir unsere Sportler für diese Meisterschaft mit Qualifikationscharakter schonen wollten.

Auch am Sonntag war der Sparkassen-Cup mit Kadersportlern aus dem In- und Ausland stark besetzt. Als erstes musste sich Jonas Raabe in der u11 beweisen. Auf Grund der Teilnehmerzahl musste er sich im Round Robin System (Jeder gegen Jeden) beweisen. In seinem ersten Kampf fand er leider kein Mittel, den Gegner mit einer bewertbaren Technik zu bezwingen. Einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit nutzte sein Gegner und bezwang Jonas. Doch Jonas ließ sich nicht von der Niederlage entmutigen. Vielmehr noch wurde dadurch sein Ehrgeiz angestachelt. In den darauf folgenden Kämpfen setzte er die Vorgaben des Trainers bezüglich der Kampfesgestaltung konsequent um und kam folgerichtig, angefeuert von seinem Bruder und seinem Vater, zu 3 Siegen in Folge. Begünstigt durch die Ergebnisse der anderen Gruppengegner war dann ein bemerkenswerter 1. Platz der verdiente Lohn.

Am Nachmittag wollte es Benjamin Raabe seinem jüngeren Bruder gleichtun. In dem hochkarätigen, teilnehmerstarken Feld in der Gewichtsklasse bis 50 kg wurde dann auch alles von ihm abverlangt.

Judo

 

Im ersten Kampf zeigte er dann auch gleich, über welch vielfältiges Technikrepertoire er verfügt. Frühzeitiges Stören mit Fußtechniken erlaubten ihm dann den Einsatz seiner Spezialtechnik, die im vorzeitig den Sieg sicherte. Auch in den folgenden 2 Kämpfen befolgte er stringent die vorgegebene Marschroute. Er ließ sich auch durch zeitweilige Rückstände in den einzelnen Kämpfen nicht beeindrucken. Misslang ihm im Standkampf eine Technik, setzte er in beeindruckender Weise seine Arbeit im Bodenkampf fort und entschied die Kämpfe mit Festhalte- bzw. Hebeltechniken für sich.

Einen kurzen Aufreger gab es vor dem Kampf um den Einzug ins Finale als Benjamin plötzlich in der Trostrunde auftauchte. Nach kurzer Rücksprache wurde der Fehler korrigiert, sodass diesem Kampf nichts mehr im Wege stand. Der Wille war Benjamin anzusehen und ihm gelang es letztendlich im harten Kampf den Sieg zu erringen. Im Finalkampf wartete dann schon ein ihm nicht unbekannter Gegner.

Man begegnete sich 2019 beim At-Cup in Leipzig. Benny war heiß darauf, die damalige Niederlage wett zu machen. Hoch motiviert begann er den Kampf und setzte erste verheißungsvolle Akzente. Mit fortlaufender Kampfdauer jedoch konnte auch sein Gegner erste, eigene Angriffe starten, bevor die Tragik seinen Lauf nahm. Benjamin setzte etwas unvorbereitet, weil zu weit weg vom Gegner, eine Innenschenkelwurf (Uchi-Mata) an.

Sein Gegner blockte den Angriff derart heftig, sodass Benjamin mit Gesicht regelrecht in die Matte einschlug. Zum Glück blieb Benjamin unverletzt. Sein Gegner nutzte jedoch die Gunst dieses einen Moments und nahm Benjamin in eine Festhalte (Sankaku), aus der es kein Entrinnen gab. Der 2. Platz ist dennoch sehr, sehr hoch zu bewerten bei der Klasse des Teilnehmerfeldes. Und vielleicht schon bald hat Benjamin die Möglichkeit auf eine erneute Revanche. Und wo? Natürlich beim nächsten AT-Cup in Leipzig!! HAJIME!!

Uwe Hoppe

Beim Chemnitzer Polizeisportverein (aktuell 16 Sektionen mit rund 1 140 Mitgliedern) findet am Wochenende 21./22.05.2022 in der Sporthalle an der Forststraße ein Kendo-Lehrgang statt. Es wird der erste Lehrgang für Kendo in Chemnitz sein.
Bisher haben sich 20 Sportler aus Sachsen angemeldet.
Als Lehrgangsleiter konnte Thorsten Mesenholl (6. Dan) aus Wuppertal gewonnen werden.

Kendo ist neben Iaido und Combat Arnis eine Art der Asiatischen Waffenkünste (AWK).
Die Sektion AWK des CPSV hat gegenwärtig 30 Mitglieder, die mehrmals in der Woche trainieren.

Kendo ist ein Kampfsport, der seinen Ursprung im historischen japanischen Schwertkampf findet. Ähnlich wie in China gelang es auch in Japan „die alten Kriegskünste“ trotz der Einführung der Feuerwaffe im Kriegsgeschehen zu erhalten. Dennoch hat sich bei diesem Schwertkampf über die Jahrhunderte ein Wandel vollzogen: Von einer militärischen Disziplin in eine allgemein sportliche Beschäftigung.

Kendo ist ein Wettkampfsport, weshalb im Training natürlich nicht mit einer echten Waffe, sondern mit einem Shinai (Bambusschwert) trainiert wird. Wettkämpfe finden auf einer 9x9 Meter großen quadratischen Fläche statt. Ziel ist es, den Gegner durch Hiebe mit Hilfe des Shinai an vorgegebenen Zonen zu treffen. Die Wettkämpfe werden in der Regel nicht durch Geschlecht, Alter, Gewicht oder Meistergrade getrennt. Über Sieg oder Niederlage entscheidet also eine Mischung von Erfahrung, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und allgemeine Explosivität des jeweiligen Sportlers.

Anmerkung: Als Ansprechpartner steht am Lehrgangswochenende von der
Sektion AWK des CPSV Artur Kratz zur Verfügung (Telefon 0179 3690280).

Reinhard Walther
Pressesprecher

Acht Mädchen im Alter von 8 bis 14 Jahren aus der Ukraine haben beim Chemnitzer Polizeisportverein e. V. (CPSV) zumindest zeitweilig ein neues sportliches zu Hause gefunden. Zweimal in der Woche haben sie die Möglichkeit, ihrem schon in der Heimat ausgeübten Sport in der Sektion Rhythmische Sportgymnastik (RSG) des Vereins, nachzugehen.
Die Mädchen mussten vor geraumer Zeit mit ihren Müttern vor dem Krieg und dessen Folgen aus der Ukraine fliehen.

Das „Schnuppertraining“ wird von einer Übungsleiterin (21) durchgeführt, die ebenfalls flüchten musste und seit einigen Wochen in Chemnitz lebt.
Dass die Mädchen von ihr trainiert werden können ist ein glücklicher Umstand, da es dadurch keine Verständigungs-/Sprachprobleme gibt.

CPSV-Präsident Volker Lange:

„Diesen Kindern zu ermöglichen, dass sie ihrem Sport ohne bürokratischen Aufwand bei uns wieder nachgehen können, ist für unseren Sportverein praktische Ukrainehilfe.
Eine spätere Mitgliedschaft ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen“.

 

Reinhard Walther

Pressesprecher